Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark e.V.

Zukunft für die Südheide

Radiobericht über Wünninghof auf NDR und Deutschlandfunk

Torben Hildebrandt (NDR) beim Interviewtermin am Wünninghof

Torben Hildebrandt vom NDR hat sich am 11.11.2016 vor Ort über die Situation des Wünninghofes informiert und daraus einen sehr informativen Radiobeitrag produziert. Er lässt sich über folgenden Link erreichen:  http://www.deutschlandfunk.de/ostenholz-in-der-lueneburger-heide-bund-schuld-am-langsamen.1769.de.html?dram:article_id=373222



Infos zum Fest am Wünninghof finden Sie hier

In kurzer Zeit 400 Unterschriften für den Erhalt des Wünninghofes gesammelt- an Landrat Ostermann und Bezirksvorsteher Ege überreicht- Herzlichen Dank an alle, die mitgeholfen haben!

Soltau/Oerbke. Ende  2015  hat  die BImA (Bundesanstalt für  Immobilienaufgaben mitgeteilt, dass nach einem weiteren Gutachten der  Abriss des Wünninghofes  im Frühjahr 2016 geplant  sei. Daraufhin  trafen sich  die „Freunde  des Wünninghofes“ (AG in unserem Verein Initiative Biosphäre Hohe Heidmark)  in  einer  Bürgerversammlung in  Ostenholz, um zu beraten, was noch für die  Rettung  der uralten Hofstelle  getan werden könnte.

Übergabe der Unterschriften an den Landrat des Heidekreises, Herrn Ostermann (3.v.r.)

Spontan wurde u.a. eine  Unterschriftenaktion  gestartet.  Darin  heißt es: „Wir fordern, den historischen Wünninghof  in Ostenholz zu erhalten, zu sanieren und den Abriss zu verhindern“.  In kurzer  Zeit  kamen  über  400 Unterschriften zusammen, darunter sehr viele aus der betroffenen Ortschaft Ostenholz. Vor kurzem   wurden die Listen Landrat  Ostermann und  Bezirksvorsteher Ege von einer  Delegation der  „Freunde  des Wünninghofes“ übergeben.  In  den  Begleitgesprächen waren sich alle Teilnehmer einig,  dass  der  Wünninghof als  Kulturerbe  des Heidekreises und  des  Ortes  Ostenholz  unverzichtbar  sei.  Beide, Landrat  und  Bezirksvorsteher wollen sich  bei  allen  relevanten  Stellen  für  den  Wünninghof einsetzen. Kopien der Unterschriftenlisten werden  außerdem noch  an  die zuständige BImA  in Magdeburg geschickt. Übrigens: Vor beiden Chefzimmern fanden die UnterschriftenüberbringerInnen ein Faltblatt  ausgelegt:  Kulturlandschaft  Heidekreis „Auf Spurensuche in  Osterheide“ und auf der Titelseite - der Wünninghof.  Vielleicht  ist  das  ein gutes Omen ?

Übergabe der Unterschriften an den Bezirksvorsteher des Gemeindefreien Bezirks Osterheide, Herrn Ege (2.v.r.)

Kulturschatz Wünninghof in Ostenholz- 700 Jahre Geschichte vom Abriss bedroht!

Wünningshof- Giebelseite. Rechts im Hintergrund der Saal

Die erste Erwähnung des Wünninghofes reicht bis ins Jahr 1379 zurück. Mit einer über 500 jährigen Geschichte als Gasthof, die erst 1988 endet, galt der Hof lange als ältestes Gasthaus der Lüneburger Heide. Hermann Löns war hier häufiger Gast und lobte den hier gebrannten Schnaps über alle Maßen. Insbesondere zu den Glanzzeiten des Fremdenverkehrs zu den Sieben Steinhäusern in den 1920er und 1930er Jahren war hier an Wochenenden kaum ein Platz zu bekommen. 1925 wurde  der noch heute nahezu unverändert erhaltene imposante Saal mit Bühne und Empore errichtet.

Bei dem Haupthaus handelt es sich um ein Vierständer-Hallenhaus in Fachwerk und mit Krüppelwalmdach von 1833.

Der Wünningshof

Mit der langen, ereignisreichen Geschichte und der ortsbildprägenden Lage an der Ostenholzer Kirche stellt der Wünninghof ein kulturgeschichtliches Denkmal von unersetzlichem Wert dar.

Leider steht der Hof seit über 20 Jahren leer und kann sein Potential nicht entfalten. Der Grund hierfür sind die Besitzverhältnisse in Ostenholz: Wie nahezu alle Gebäude hier ist auch der Wünninghof im Eigentum der bundeseigenen BIMA (Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten). Diese verkauft den Hof nicht, sondern bietet lediglich Pachtverträge für wenige Jahre an. Da unter diesen Gegebenheiten niemand Geld in den Hof investiert und auch die BIMA verpflichtet ist, Gewinn zu erwirtschaften, droht dem Hof nun der Abriss.

Nach der Zerstörung zahlreicher Dörfer auf dem Truppenübungsplatz durch die Nazis und später auch noch durch die Bundeswehr geht die Vernichtung der alten Bausubstanz der Hohen Heidmark nun weiter- ohne Not. In Ostenholz sind bereits mehrere historische Gebäude abgerissen worden und weitere sind bedroht. Dabei ist der Ort mit seiner nahezu unverfälschten historischen Struktur eigentlich eines der Höhepunkte der Region!

Möglichkeiten der Nutzung für den Wünninghof gäbe es viele, z.B. Nutzung als romantischen Hochzeitshof in Verbindung mit der Kirche, Umwelt- und Kulturzentrum etc.

Der Abriss eines der letzten Zeugnisse der Baukultur der Hohen Heidmark wäre eine Schande!

Unsere Initiative kämpft seit längerem für einen Erhalt des Wünninghofes:

Wir fordern:

- Erhalt des Hofes und Sanierung mit staatlichen Mitteln

- Herauslösung von Ostenholz aus dem Truppenübungsplatz und Möglichkeit der zivilen  Nutzung der Gebäude


Zu schade für die Abrissbirne