Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark e.V.

Zukunft für die Südheide

Große Gebiete sind nach Europäischem Recht geschützt: So findet sich das FFH-Gebiet „Moor- und Heidegebiete im TÜP Bergen-Hohne“ (9.085 ha) sowie die EU-Vogelschutzgebiete „V32 Truppenübungsplatz Bergen“ und „V 31 Ostenholzer Moor und Meißendorfer Teiche“ (Gesamtfläche EU-VSG auf dem TrÜbPl: 14.406 ha).

Als prioritäre Lebensraumtypen finden sich „Artenreiche montane Borstgrasrasen auf Silikatböden“, „Lebende Hochmoore“, „Moorwälder“ und „Auenwälder“.

Weiterhin finden sich zahlreiche verschiedene Moortypen, von kleinen Heidemooren bis hin zu großen Moorkomplexen (Meiermoor, Ostenholzer Moor) Auch Magerrasen, offene Sandbiotope und große Extensivgrünländer im Randbereich sind zu nennen.

Auf der Fläche entspringen zahlreiche naturnahe Bäche, aber auch größere Stillgewässer sind vorhanden. Entlang der Bachläufe finden sich Bruchwälder. Darüber hinaus gibt es alte Eichenwälder, aber auch große Nadelwaldbestände. Insgesamt bietet das Gebiet nahezu die gesamte Vielfalt an Biotoptypen, die der Naturraum hergibt.

  

Auch das Arteninventar ist von herausragender Bedeutung, so finden sich zahlreiche bedrohte Pflanzenarten, z.B. Natternzunge, Arnika, Lungenenzian Echte Mondraute.

Bei der Avifauna ist besonders die größte Birkhuhnpopulation Norddeutschlands zu nennen, weitere wertgebende Arten sind u.a. Fisch- und Seeadler, Schwarzstorch und Ziegenmelker.

Hinzu kommen Vorkommen von Hirschkäfer, Groppe, Bachneunauge, Fischotter und neuerdings des Wolfes.  

Doch die teilweise einzigartige Natur darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die militärische Nutzung auch zu massiven Umweltproblemen auf dem Platz führt.

Großflächige Devastierungen von Heidegesellschaften Bodenverseuchungen mit Schwermetallen und Öl, eine starke Erosion, eine großflächige Störung durch Übungen auch während der Brut- und Setzzeit sowie nur begrenzt umsetzbare Naturschutzziele in Folge übergeordneter militärische Belange. Es stellt sich die Frage nach Defiziten im Erhaltungszustand der NATURA-2000- Gebiete, da Teilbereiche wie Schrottplätze aussehen.  

Naturschutz ist nicht das erste Ziel der Militärs- ziviler Naturschutz kann es besser!