Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark e.V.

Zukunft für die Südheide

Hintergründe zur Unterschriftenaktion oder:

Die neue Bundeswehrstrategie: Maximale Entschleunigung und Sabotage des Kapitalismus

Wer hätte das gedacht: Die Bundeswehr wird zur Speerspitze der Postwachstumsbewegung!

Immer noch verweigert das Verteidigungsministerium eine Zusage für eine dauerhafte Öffnung der Panzerringstraße während des sechsstreifigen Ausbaus der Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Walsrode und Soltau-Ost. Nur in äußersten Ausnahmefällen und wenn es der militärische Übungsbetrieb zulässt, wird die Strecke mal gnädigerweise freigegeben. Damit schaffen die Militärs, wovon die kapitalismuskritische Bewegung nur träumen kann:

  • Wirkungsvolle Blockade einer der wichtigsten Verkehrswege und Lebensadern der Wirtschaft Deutschlands während der nächsten 10 Jahre- das bedeutet Millionenschäden für Transportgewerbe und die Wirtschaft insgesamt- Tonnenweise Sand ins Getriebe des kapitalistischen Hamsterrades!!
  • Zwangsentschleunigung von rund 65.ooo Fahrzeugen am Tag, die, statt zügig über die Panzerringstraße an der Baustelle vorbeizufahren, stundenlang gaaaanz laaaangsam über Kreisstraßen schleichen dürfen und die schöne Landschaft des Heidekreises intensiv auf sich wirken lassen können
  • Maximale Entschleunigung des öffentlichen Lebens in den Ortschaften, durch die sich die Blechlawine wälzt. Denn wer 2 Stunden braucht, um die Straßenseite zu wechseln, hat ganz viel Zeit, mal in sich zu gehen. Meditation im Berufsverkehr sozusagen!

Aber irgendwie beschleicht uns doch der Gedanke, dass es besser wäre, wenn sich nicht 65.000 Fahrzeuge am Tag durch Düshorn, Bad Fallingbostel und Dorfmark quälen würden und das Leben dort zur Hölle werden lassen. Dass es besser wäre, wenn das Verteidigungsministerium einfach mal ohne Wenn und Aber eine Forderung der Anrainer des Truppenübungsplatz annehmen würde, nach dem selbstgewählten Motto der Bundeswehr "Wir.Dienen.Deutschland". Und nicht aus Arroganz oder Ignoranz wieder erstmal Monate lang etwas vom Premiumplatz faseln würde, dessen Existenz nicht gefährdet werden dürfe. Zur Erinnerung: Der betroffene Abschnitt der Panzerringstraße entspricht 0,2 % der Fläche des Truppenübungsplatzes Bergen!

Und deshalb rufen wir dazu auf, die Unterschriftenaktion zu unterstützen, die eine Öffnung der Panzerringstraße fordert und die derzeit schon sehr erfolgreich läuft! Bitte Liste herunterladen, ausdrucken, unterschreiben und zurücksenden! Danke!