Initiative Biosphärengebiet Hohe Heidmark e.V.

Zukunft für die Südheide

Weshalb der TrÜbPl geschlossen gehört:

  • Unrechtmäßiger Status des Übungsplatzes: Der TrÜbPl Bergen wurde in den 1930er Jahren von den Nazis eingerichtet. Hierfür wurden zahlreiche Bewohner*innen vertrieben. Nach dem 2.Weltkrieg wurde der TrÜbPl weiter genutzt, später durch die Bundeswehr sogar noch vergrößert, wofür wieder Menschen ihre Heimat verlassen mussten. Dieser von einem Unrechtsregime widerrechtlich errichtete Übungsplatz wird nach wie vor von Bundeswehr und anderen NATO-Streitkräften genutzt, ohne das die Frage dieses Unrechts jemals diskutiert wurde. Dieses Land gehört den Menschen und nicht den Militärs!
  • - Lärm: Der Gefechtslärm ist, trotz eines Rückgangs der Belastung, immer noch immens. Lärm macht krank und führt zu Gesundheitsproblemen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beim Nachtschießen wird der Schlafrhythmus unterbrochen. Insbesondere Kinder ängstigen sich vor dem Schießlärm. Darüber hinaus führt der Lärm zu massiven Schäden im Fremdenverkehr. Gäste reisen entnervt ab, wenn sie sich im Urlaub erholen wollen und sich stattdessen akustisch im Kriegsgebiet wiederfinden. Bad Fallingbostel z.B. nennt sich Kurort, aber wer möchte bitte zur Kur fahren, wenn nebenan die Panzerschlacht tobt?
  • Der Pesthauch des Todes: Von dem TrÜbPl Bergen ist unendlich viel Leid in die Welt hinausgetragen worden. Einige Beispiele: 

- die Nazis haben hier den Überfall auf die Sowjetunion geprobt- ein Krieg mit Millionen Toten

- die Infrastruktur des TrÜbPl Bergen wurde für die Einrichtung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen genutzt, wo zehntausende Menschen ermordert wurden

- die britischen Streitkräfte haben hier mit ihren "Desert Rats" die Teilnahme an den völkerrechtswidirgen Irakkriegen geprobt, die dafür gesorgt haben, dass das Land ins Chaos gestürzt wurde und heute so destabil ist, dass sich Mörderbanden wie die IS dort ausbreiten können

- die Bundeswehr trainiert hier für ihre weltweiten Kampfeinsätze, die Deutschlands Zugang zu Ressourcen sichern sollen und somit keinesfalls aus humanitären Gründen stattfinden, sondern einen entfesselten Kapitalismus am Laufen halten sollen


Wir haben es satt, dass aus unserer Region seit Jahrzehnten nur Tod und Trauer in die Welt hinaus geht. Es ist Zeit, dass die Hohe Heidmark wieder ein Ort der Lebendigkeit und der Schönheit wird! Krieg beginnt hier- lasst uns den Krieg hier beenden!

Uns geht es aber nicht um eine Kirchturmpolitik- wir wollen weder hier noch wo anders ein Festhalten an der militärischen Logik als Normalzustand und solidarisieren uns mit Bewegungen an anderen Standorten.